VC ist People Business - Learnings von Investment Analyst Philipp Kopp

Investment Manager:innen hacken den ganzen Tag Zahlen in Tabellen um Startups zu evaluieren - so oder so ähnlich stellen sich viele den Alltag in einem Venture Capital Unternehmen vor. Warum der Job aber mehr mit Kommunikation zu tun hat, als man denken könnte, darüber haben wir für diesen Artikel mit Philipp Kopp, Investment Analyst bei bmp Ventures gesprochen.

Für viele junge Startups ist das Thema Venture Capital erstmal ein großes Fragezeichen. Wie die Arbeit in so einem Unternehmen aussieht, können sich die meisten nicht vorstellen. Und wenn doch, dann denkt man als erstes an Tabellen und Zahlen - viele quantitative Analysen. Das stimmt zum Teil. Doch in vielerlei Hinsicht geht es in diesem Job aber um etwas anderes: Kommunikation. Diese Erfahrung hat zumindest Philipp Kopp gemacht. Er ist seit knapp einem Jahr als Investment Analyst bei bmp Ventures tätig und dort für das Life Sciences Portfolio zuständig.

Schon im Studium hat sich Philipp vor allem für angewandte Themen interessiert, und sich mit der Frage beschäftigt, wie sich (natur)wissenschaftliche Erkenntnisse in Technologien oder Produkte umsetzen lassen. Auch wenn Grundlagenforschung natürlich wichtig ist, im Labor hat er sich während seines Biologie Studiums aber nie so richtig Zuhause gefühlt.

“Dementsprechend habe ich dann auch mein Masterstudium gewählt, um mehr über das Management und die Weiterentwicklung von Life Science Innovationen zu lernen. Die Kombination aus naturwissenschaftlichen Inhalten und Grundlagen in Business Administration & Entrepreneurship hat mich meiner Meinung nach gut auf meine Tätigkeit bei bmp Ventures vorbereitet.”

Seine früheren Erfahrungen mit Startups haben ihm zudem dabei geholfen, ein Verständnis für deren Arbeitsweisen und typische Herausforderungen zu entwickeln. Während seiner Forschungsaktivitäten im Rahmen des Studiums lernte er außerdem den akademischen Betrieb kennen und konnte beobachten, wie dort Innovationen entstehen. Dieses Wissen hilft ihm nun dabei, frühphasige Spin-offs aus dem akademischen Umfeld bei dem Sprung ins Unternehmertum zu unterstützen.

Seit knapp einem Jahr ist Philipp jetzt als Investment Analyst bei bmp Ventures tätig. Erhofft hat er sich davon vor allem, einen möglichst breiten Einblick in viele unterschiedliche Technologien und Geschäftsmodelle im Bereich Life Sciences zu bekommen, da er sich selbst eher als Generalist sieht. Dabei konnte auch er sich zu Beginn nicht ganz frei machen von der Vorstellung, viel mit Tabellen und quantitativen Analysetools zu arbeiten. Mittlerweile weiß er, VC-Analyst ist vor allem ein extrem kommunikativer Beruf, ein richtiges people business.

“In diesem Beruf ist man täglich im Austausch mit Forscher:innen, Gründer:innen oder anderen Investor:innen. Eine gute Kommunikationsfähigkeit ist daher sehr wichtig.”

Ein solides wissenschaftliches bzw. technologisches Basiswissen ist dabei essentiell, um ein Grundverständnis für die Innovation zu schaffen. Auch wenn man in Gesprächen mit Gründer:innen eigentlich immer ein Laie ist, besonders am Anfang der Karriere, betont Philipp. Als Investor mit dem Fokus Life Sciences steht man vor allem mit High-Tech Startups aus der akademischen Forschung in Kontakt. Deren Technologien sind meist hochkomplex und das Ergebnis jahre- oder jahrzehntelanger Beschäftigung mit einem Nischenthema.

Laut Philipp ist daher der wichtigste Part in seinem Job die Fähigkeit, Zusammenhänge schnell zu verstehen und die richtigen Fragen zu stellen, um das Potential, die Risiken und die nötigen Entwicklungsschritte einer Technologie bzw. Innovation einschätzen zu können.

Gerade am Anfang der Karriere weiß man auf fachlicher Ebene aber eben selbst noch nicht alles über die Prozesse und die Terminologie des Venture Capitals, wie überall eignet man sich Schritt für Schritt alles an. Die Lernkurve ist dabei extrem steil, beispielsweise ist der Aufbau eines eigenen professionellen Netzwerks im VC-Geschäft besonders fundamental. Die Kontakte zu Startups und anderen Investor:innen knüpft man dabei vor allem auf Konferenzen, Pitch Events und Messen.

“Davon konnte ich wenigstens im September und Oktober 2021 auch einen kurzen Einblick erhaschen. Sonst kenne ich das Business ausschließlich im Pandemie-Modus. Es gibt zwar digitale Alternativen, aber der Austausch, auch auf informeller Ebene, und das Netzwerken sind natürlich ohne die menschliche Interaktion etwas erschwert.”

Insgesamt gehört zur Tätigkeit in einem VC-Unternehmen sehr viel Eigenverantwortung und Engagement um eigene Projekte voranzutreiben. Außerdem einiges an Koordinierung und Projektmanagement, findet Philipp. Oft geht es darum, die Bedürfnisse, Prozesse und Timelines aller Stakeholder eines Investments zu koordinieren sowie entsprechende Zuarbeiten von z.B. wissenschaftlichen Advisors und dem Legal-Team in einen Case zusammenzubauen. Im Augenblick betreut Philipp zwei von bmp’s Portfoliounternehmen aus dem Bereich Life Sciences.

bmp Ventures kann auf fast 25 Jahre Erfahrung mit Venture Capital-Finanzierungen von Early-Stage und Growth Startups zurückblicken. Dabei besteht auch langjährige Expertise im Bereich Life Sciences, was zu den Kernthemen unserer Investmenttätigkeit zählt. Wir begleiten Life Science Startups bereits ab Ausgründung und sind stets an einer langfristigen und nachhaltig erfolgreichen Unternehmensentwicklung interessiert. So konnten wir bereits mehrere Unternehmen aus diesem Technologiebereich bis zum IPO begleiten. Mehr Infomationen gibt es hier.